399 Jahre Schützenfest zu Gimborn
Vom 27. bis zum 29. Juni 2009 feierten wir unser 399. Schützenfest. In diesem Jahr konnten Jubilare für 1980 Jahre Mitgliedschaft in der Bruderschaft geehrt werden.

Die Generalprobe für das 400. Jubiläum der Schützenbruderschaft Gimborn hätte nun wirklich nicht besser ausfallen können. Wenn auch erst im kommenden Schützenjahr das große Jubiläum der Bruderschaft ansteht, so war doch gerade das 399. Schützenfest ein voller Erfolg und wohin man auch sah, es gab nur strahlende Gesichter.

Den Auftakt des Festes machten bereits am Samstag die Jungschützen, die in diesem Jahr mit Ihrer “Caribbean Night” ein glückliches Händchen bewiesen und somit wie gewohnt für einen erfolgreichen Festauftakt sorgten.
Nach dem traditionellen Festgottesdienst am Sonntag mit anschließender Prozession, fand der Frühschoppen unter Mitwirkung des Musikvereins Frielingsdorf statt.

Beim anschließenden Prinzenvogelschießen gab es dann einen überglücklichen Benjamin Stötzel, der sich gegen seine Mitbewerber mit dem 177. Schuss hatte durchsetzen können. Um nicht wie im vergangenen Jahr mit leeren Händen dazustehen, hatte er extra vor dem Festgottesdienst eine Kerze angezündet.

Dies hatte seine Wirkung gezeigt, denn am Sonntagabend wurde er von der Schirmherrin der Jungschützen, Agnes von Fürstenberg gekrönt, die ihrerseits ebenfalls auf ein Jubiläum zurückblicken kann. Seit 35 Jahren ist Sie nunmehr Schirmherrin. Als Prinzessin wird Benjamin Stötzel im kommenden Prinzenjahr Ilka Dalibor zur Seite stehen.

Das die St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Gimborn ein ganz besonderer Verein ist, zeigte sich dann am Montag. Nach dem Feldgottesdienst galt es für den Vorsitzenden Stefan Meisenberg 1980 Jahre Mitgliedschaft in der Bruderschaft zu ehren. Davon konnten alleine achtzehn Schützenbrüder auf eine 60-jährige Mitgliedschaft zurückblicken. Des weiteren wurden fünf Schützenbrüder für 50 Jahre, zehn für 40 Jahre und zehn für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Im Anschluss an die Ehrung der Jubilare wurden die Auszeichnungen und Beförderungen weiterer verdienter Schützen vorgenommen.

60-jährige Mitgliedschaft
- Günther Gost
- Karl Heimes
- Karl Heuser
- Hans Heuser
- Alois Kreuzer
- Hans Kreuzer
- Heinz Josef Rausch
- Paul Rübach
- Heribert Sauermann
- Max Sauermann
- Anton Sauermann
- Bruno Sauermann
- Egon Schmidt
- Heinz Schmidt
- Hans Schmidt
- Hans Voss
- Alfred Voss
- Günther Wehrend
50-jährige Mitgliedschaft
- Hermann Josef Becker
- Franz Josef Felder
- Gerhard König
- Paul Scheil
- Helmut Schorde
40-jährige Mitgliedschaft
- Aloys Breidenbach
- Egon Förster
- Ulrich Herten
- Josef Holthausen
- Erwin Hütt
- Dieter Köser
- Georg Palmen
- Ernst Potthoff
- Wolfgang Wolter
- Paul Zimmer
25-jährige Mitgliedschaft
- Wolfgang Becker
- Torsten Becker
- Ulrich Dörschel
- Hans Jansen
- Helmut Jenniches
- Dieter Milz
- Rolf Pelzer
- Bernd Remark
- Horst Schnickmann
- Thomas Schorde
Das Königsvogelschießen entschied im Anschluss Josef Günther für sich, der sich gegen seine Mitbewerber mit dem 136. Schuss erfolgreich hatte durchsetzen können. Freiherr Peter von Fürstenberg ließ es sich dann auch nicht nehmen, seinen Ziehsohn besonders zu begrüßen, da er als Kind mehr Zeit im Sägewerk verbracht habe als in der heimischen Mühle.

Als seine Königin nahm er sich Sabrina Schmidt aus Jedinghagen. Stefan Meisenberg verwies noch einmal auf die Tatsache, dass bereits die Väter des Königspaars die Gimborner Schützen regierten und es sich somit um eine ähnliche Konstellation wie bei der Thronfolge der Windsors handle. Außerdem sei es schon bemerkenswert, dass alle drei Königsbewerber circa 50 Meter Luftlinie auseinander wohnen.
Die Königskrönung wurde dann traditionell vom Präses der Bruderschaft, Pater Gerd Willi Bergers vorgenommen, der im Hinblick auf die anstehende Renovierung der Gimborner Pfarrkirche seinerseits vorschlug, zusammen mit dem Musikverein Frielingsdorf jeden Sonntag zu Fuß von Gimborn nach Nochen zu marschieren, um den beschwerlichen Weg mit Marschmusik zu vereinfachen.

Des weiteren konnten weitere Ehrengäste begrüßt werden. Bürgermeister Uwe Töpfer begrüßte seinerseits alle anwesenden im Schlosspark und zählte ebenso zu den Gratulanten wie der Präsident des Oberbergischen Schützenbundes Raimund Propach.
Während Bürgermeister Töpfer seiner Vorfreude auf das in Arbeit befindliche Festbuch anlässlich des 400-jährigen Jubiläums Ausdruck verlieh, ließ es sich Raimund Propach nicht nehmen, zwei Schützenbrüder für Ihre Verdienste im Verein zu ehren. So wurden der Prinzenvater Michael Stötzel sowie Berthold Riepert für Ihre Verdienste um die Schützenbruderschaft mit Ehrennadeln des Oberbergischen Schützenbundes ausgezeichnet.

Freiherr Peter von Fürstenberg ließ es sich auch in diesem Jahr nicht nehmen, alle anwesenden Majestäten, Ehrengäste und Schützenbrüder zu einem kleinen Umtrunk einzuladen, bevor dann ein unvergesslich schöner Königsball dem 399. Schützenfest einen würdigen Abschluss verlieh und letztendlich bei allen Beteiligten große Vorfreude auf das anstehende 400. Jubiläum im kommenden Schützenjahr aufkommen ließ.






